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Turbo-Cup

Der Weg zum deutschen Wasserballpokalsieger

Der DSV-Pokal ist ein seit 1972 ausgetragener Wasserball-Pokalwettbewerb für deutsche Vereinsmannschaften. Er wird jährlich vom Deutschen Schwimmverband (DSV) veranstaltet und ist nach der deutschen Meisterschaft in der höchsten deutschen Spielklasse der Deutschen Wasserball Liga (DWL) der zweitwichtigste Titel im nationalen Vereinswasserball. Die DWL ist ein selbst organisierter Bereich der Bundesligavereine.

Der Sieger im DSV-Pokal oder auch Deutscher Wasserballpokal (DWP) genannt, wird nach dem K.-o.-System ermittelt. Die Paarungen werden vor jeder Runde ausgelost. Endet ein Spiel nach regulärer Spielzeit unentschieden, kommt es zu einer Verlängerung. Ist das Spiel auch nach der Verlängerung nicht entschieden, wird der Sieger durch Fünfmeterwerfen ermittelt.

Für die Teilnahme sind die 16 Teilnehmer der Bundesliga aus der Vorsaison qualifiziert. Dazu kommen 16 Mannschaften aus den unteren Ligen. Jede Landesgruppe (Nord, Ost, Süd und West) stellt vier Vereinsmannschaften aus Ihren Regionen. Die Endrundenteilnehmer der jeweiligen Regionalpokale qualifizieren sich für den DSV-Pokal. Selbst Kreispokalgewinner haben die theoretische Möglichkeit, beim DSV-Pokal antreten zu dürfen, sofern sie sich ebenfalls erfolgreich durch die Bezirks-, Verbands- sowie Landesgruppenpokalwettbewerbe gespielt haben.

Grundsätzlich darf nur eine Mannschaft eines Vereins am Pokalwettbewerb teilnehmen.

Der zuerst gezogene Verein hat Heimrecht, es sei denn an einer Spielpaarung nimmt ein unterklassiger Verein teil. Sollte dieser in einer Partie gegen eine höherklassige Mannschaft an zweiter Stelle gezogen werden, wird das Heimrecht getauscht. Der Rundenleiter kann einen Wechsel des Heimrechtes veranlassen, falls am Spieltag keine Wasserfläche zur Verfügung steht.

Seit mehreren Jahren wird ein mehrstufiges Spielsystem angewandt. Drei Pokalspieltage lang stehen sich jeweils 16 Mannschaften gegenüber. Für die ausgeschiedene Vereine kommen in der 2. Runde bzw. im Achtelfinale jeweils acht Bundesligavereine neu in den Lostopf hinzu.

In der 1. Runde treten die 16 Vereinsmannschaften der unteren Ligen (2. Liga und niedriger) gegeneinander an. Vier Lostöpfe sorgen dafür, dass in der 1. Runde immer übergreifende Landesgruppenspiele stattfinden. In der 2. Runde kommen die acht DWL-Vereine der Gruppe B der vorherigen DWL-Saison (Platz 9 bis 16) in den Lostopf mit den Gewinnern aus der 1. Runde. Erst ab dem Achtelfinale sind die Top 8 der DWL-Runde des Vorjahres im Pokal aktiv.

Sofern es der Terminkalender der Nationalmannschaften zulässt, werden traditionell am Pfingstwochenende zusammen mit den Frauen die Pokalsieger auf einer Endrunde ermittelt.

Am Samstag finden die Halbfinalpartien statt. Das Pokalendspiel wird am Pfingstsonntag ausgetragen. Vor dem Endspiel spielen die Verlierer des Halbfinales den dritten Platz aus. Sollte sich kein Ausrichter für die Endrunde finden, werden die Halbfinalspiele als Einzelspiele an einem Freitag ausgetragen. Der zuerst ausgeloste hat Heimrecht. Zwei Tage nach dem Halbfinale findet das Endspiel statt. Das Spiel um Platz 3 entfiele.

Der Pokalsieger qualifiziert sich für den Deutschen Super-Cup und den europäischen Wettbewerb. Qualifiziert sich der DSV-Pokalsieger bereits über die Bundesliga für einen europäischen Wettbewerb rückt der Verlierer des Pokalendspiels nicht nach.

Liste der deutschen Wasserballpokalsieger

Nr.

Jahr

Pokalsieger

Ort

1.

1972

ASC Duisburg

Duisburg

2.

1973

SV Cannstatt

Würzburg

3.

1974

SC Rote Erde Hamm

Hamburg

4.

1975

SC Rote Erde Hamm

Hamm

5.

1976

SC Rote Erde Hamm

Würzburg

6.

1977

SC Rote Erde Hamm

Hamm

7.

1978

SV Würzburg 05

Hannover

8.

1979

Wasserfreunde Spandau 04

Würzburg

9.

1980

Wasserfreunde Spandau 04

Esslingen

10.

1981

Wasserfreunde Spandau 04

Duisburg

11.

1982

Wasserfreunde Spandau 04

Hamm

12.

1983

Wasserfreunde Spandau 04

Paderborn

13.

1984

Wasserfreunde Spandau 04

Berlin

14.

1985

Wasserfreunde Spandau 04

Düsseldorf

15.

1986

Wasserfreunde Spandau 04

Stuttgart

16.

1987

Wasserfreunde Spandau 04

 

 

1988

nicht ausgespielt

 

17.

1989

ASC Duisburg

 

18.

1990

Wasserfreunde Spandau 04

 

19.

1991

Wasserfreunde Spandau 04

 

20.

1992

Wasserfreunde Spandau 04

 

21.

1993

SSF Delphin Wuppertal

 

22.

1994

Wasserfreunde Spandau 04

Werne

23.

1995

Wasserfreunde Spandau 04

Iserlohn

24.

1996

Wasserfreunde Spandau 04

Hamm

25.

1997

Wasserfreunde Spandau 04

Berlin

26.

1998

Waspo Hannover-Linden

Neustadt/W.

27.

1999

Wasserfreunde Spandau 04

Krefeld-Uerdingen

28.

2000

Wasserfreunde Spandau 04

Berlin

29.

2001

Wasserfreunde Spandau 04

Stuttgart

30.

2002

Wasserfreunde Spandau 04

Duisburg

31.

2003

Waspo Hannover-Linden

Esslingen

32.

2004

Wasserfreunde Spandau 04

Brandenburg/H.

33.

2005

Wasserfreunde Spandau 04

Berlin

34.

2006

Wasserfreunde Spandau 04

Brambauer

35.

2007

Wasserfreunde Spandau 04

Brambauer

36.

2008

Wasserfreunde Spandau 04

Brambauer

37.

2009

Wasserfreunde Spandau 04

Berlin

38.

2010

ASC Duisburg

Esslingen

39.

2011

Wasserfreunde Spandau 04

Berlin

40.

2012

Wasserfreunde Spandau 04

Berlin

41.

2013

ASC Duisburg

Uerdingen

42.

2014

 

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