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27.10.17 16:08 Alter: 45 Tage
Kategorie: Wasserball
Von: Frank von der Fösse

„Das könnte bereits das Spitzenspiel sein“

Waspo98-Frauen empfangen Supercup-Gewinner Nikar Heidelberg


Neu bei Waspo 98: Torhüterin Meghan Rowland. Foto: Verein

Eine Woche nach dem Supercup-Duell fällt auch in der Deutschen Wasserball-Liga (DWL) der Frauen der Startschuss, wo eine Reihe personelle Veränderungen und ein neuer Spielmodus für viel Spannung sorgen könnten. Ein erster Gradmesser für die neue Spielzeit: Der amtierende Vizemeister und erste Supercup-Gewinner SV Nikar Heidelberg startet am Sonnabend auswärts beim personell deutlich verstärkten Vorjahresfünften Waspo 98 Hannover. Das Anschwimmen im Stadionbad steigt um 15:30 Uhr, um 18 Uhr folgt an gleicher Stelle das Männerduell zwischen Waspo 98 (dem anderen Supercup-Gewinner des deutschen  Wasserballs) und dem OSC Potsdam.  

„Das könnte bereits das Spitzenspiel sein“, ist Nikar-Trainer Dr. Kai van der Bosch selbst gespannt auf diesen ersten Ligaauftritt. Hing der Klub aus der Landeshauptstadt bisher stark von Ausnahmekönnerin Carmen Gelse ab, erscheint das Team mit der neuen Spielzeit jetzt in der Breite deutlich besser aufgestellt: Aus Collegeteams der US-Wasserballhochburg Kalifornien sind auf zentralen Positionen mit der Amerikanerin Meghan Rowland und der Kanadierin Courtney Menard eine Torhüterin und eine Centerverteidigerin an die Leine gewechselt. Hinzu kommen mit Linkshänderin Belén Vosseberg (Bayer Uerdingen) und Anika Ebell (SC Chemnitz) zwei aktuelle Nationalspielerinnen, die 2016 zum deutschen EM-Aufgebot gehört haben.

Heidelberg wurde im vergangenen Jahr erstmals deutscher Vizemeister und kann weiter auf das Grundgerüst des breit aufgestellten Vorjahresteams um Jennifer Stiefel und Sina van der Bosch zurückgreifen: Als Abgänge waren Maren Hinz und Nadine Hartwig (beide zum ETV Hamburg) und Torfrau Michelle Reinhart (angekündigtes Karriereende) zu verzeichnen. Kai van der Bosch wird mit Annalena Gagsch, Luca Jestädt, Katharina Bürger, Elisabeth Bürger und Kira Weber vereinsseitig auf Spielerinnen aus den Jugend-Kadern des DSV als Nachrückerinnen setzen. Linkshänderin Lara Kostruba konnte zudem kürzlich ihre ersten A-Länderspiele absolvieren und steht diesmal während der gesamten Saison zur Verfügung.

Mit Dank an Wolfgang Philipps (DWL)

 


 
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