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31.08.17 18:20 Alter: 102 Tage
Kategorie: Wasserball
Von: Frank von der Fösse

Transferhammer: Preuß zu Waspo 98

Dritter Nationalspieler beim Pokalsieger


Nach Julian Real und Moritz Schenkel wechselt auch Tobias Preuß zu Waspo 98 Hannover. Foto: DWL

Pokalsieger Waspo 98 Hannover vermeldet kurz vor dem Ende der Registrierungsphase für die Saison 2017/2018 in der Deutschen Wasserball-Liga (DWL) noch einen spektakulären Transfer: Nationalspieler Tobias Preuß (29) wird von Meister Wasserfreunde Spandau 04 zu den Niedersachsen wechseln, wie von dem Verein wie auch dem Aktiven auf Anfrage bestätigt wurde. Zuvor hatte der ärgste Rivale des Serienmeisters mit Julian Real und Moritz Schenkel (beide ASC Duisburg) bereits zwei weitere Stammkräfte der deutschen Nationalmannschaft verpflichten können.

Preuß war bereits zum Saisonende mit Waspo 98 in Verbindung gebracht worden, hatte nach der Finalserie seine weitere Zukunft allerdings offengehalten. „Ich wollte noch einmal eine neue Herausforderung“, begründete der WM-Sechste von 2009 seinen jetzt feststehenden Entschluss. Der Aktivensprecher der Nationalmannschaft habe nach eigenem Bekunden mehrere Optionen gehabt und sich erst kurzfristig für den Wechsel an die Fösse entschieden.

Zusätzlich zu den bei beiden Spitzenklubs in etwa vergleichbaren sportlichen Perspektiven wertete Preuß das Europapokalfinale vor heimischer Kulisse (Waspo 98 ist 2019 Gastgeber der Champions League-Endrunde) als reizvoll. Auch sonst scheint der Augenblick günstig: „Beim Studium passt das auch“, sagte der 83-fache Nationalspieler, der in Hannover nach eigenem Bekunden nicht nur Wasserballspielen möchte.

Preuß hatte bis 2009 bei Spandau gespielt und danach mit einem Stipendium an der renommierten University of Southern California in Los Angeles (US-Bundesstaat Kalifornien) studiert. Nach seiner Rückkehr aus den USA war der Nationalspieler 2013/2014 bereits eine Saison bei den Niedersachsen aktiv, dann allerdings wieder nach Berlin zurückgekehrt. „Ich bin und bleibe ein Spandauer Junge“, sagte Preuß, der die Vereinsführung des Rekordmeisters in höchsten Tönen lobte, sich der Brisanz des Wechsels durchaus bewusst ist.

Mit Dank an Wolfgang Philipps (DWL) 


 
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