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04.06.17 05:04 Alter: 78 Tage
Kategorie: Wasserball
Von: Frank von der Fösse

Auftaktpleite im Stadionbad

Spandau weist Waspo in die Schranken


Hannovers Angreifer (hier Darko Brguljan) enttäushten zum Finalstart. Foto: Jens Witte

Der 35-fache Rekordsieger Wasserfreunde Spandau 04 ist dem erneuten Gewinn der deutschen Wasserball-Meisterschaft ein Stück näher gekommen: Im ersten Finalduell der beiden Champions League-Vertreter gewannen die Berliner auswärts vor 400 Zuschauern im Stadionbad deutlich mit 11:5 (2:0, 2:2, 5:2, 2:1) bei Pokalsieger Waspo 98 Hannover und gingen in der „best of five“-Serie mit 1:0 in Führung.

Die in zwei der drei bisherigen Saisonvergleiche beider Teams siegreichen Niedersachsen kamen zu keiner Phase der Partie ins Spiel und standen bereits im dritten Abschnitt beim Stande von 2:8 (22.) als Verlierer so gut wie fest. Erfolgreichste Werfer beim Sieger waren der Serbe Nikola Dedovic und Frankreichs Olympiateilnehmer Mehdi Marzouki mit jeweils vier Toren. Daneben trafen Lucas Gielen, Remi Saudadier und Mateo Cuk (je 1) für die Gäste, während auf Waspo98-Seite einzig Darko Brguljan, Aleksandar Radovic (je 2) und Pere Estrany erfolgreich waren. Damit fiel erstmal in einem Meisterschaftsfinale kein Tor durch einen deutschstämmigen Spieler.

„Das war ein Auftakt nach Maß, aber noch nicht die Meisterschaft“, wollte Spandaus Teammanager Manager Peter Röhle das klare Resultat und die überzeugende Vorstellung seines Teams nicht als Vorentscheidung werten. Da die beiden nächsten Spiele am kommenden Wochenende in Berlin stattfinden, könnte der Rekordgewinner bereits am 11.  Juli vor heimischer Kulisse den Titel holen. Sollte dann noch keine Entscheidung gefallen sein, ginge es am 14. Juni in Hannover und gegebenenfalls am 17. Juni in Berlin weiter.

Der Ende Januar im Pokalduell beider Teams noch klar unterlegene Rekordmeister hat damit eine gute Chance, seine Erfolgsserie in der Meisterschaft noch auszubauen: Spandau hat seit 1979 gleich 35 von 38 deutschen Meistertiteln gewonnen. Einzig Waspo98-Vorläufer Waspo Hannover-Linden (1993), der SV Cannstatt (2006) und der ASC Duisburg (2013) konnte diese im deutschen Sport beispiellose Serie zumindest kurzzeitig unterbrechen.

Bilder der Partie von Jens Witte 

 

 

Deutsche Wasserball-Liga 2016/2017

Finale („best of five“)

Sonnabend, den 3. Juni 2017 (Spiel 1)
16:00 Waspo 98 Hannover – Wasserfreunde Spandau 04 5:11 (0:2, 2:2, 2:5, 1:2) – Stand der Serie 0:1

Sonnabend, den 10. Juni 2017 (Spiel 2)
16:00 Wasserfreunde Spandau 04 – Waspo 98 Hannover (Schöneberger Schwimmsporthalle – Ohme/Landmann)

Sonntag, den 11. Juni 2017 (Spiel 3)
14:00 Wasserfreunde Spandau 04 – Waspo 98 Hannover (Schöneberger Schwimmsporthalle – U. Spiegel/Fester)

Mittwoch, den 14. Juni 2017 (Spiel 4 – bei Bedarf)
19:30 Waspo 98 Hannover – Wasserfreunde Spandau 04 (Volksbad Limmer – Tiz/R. Müller)

Sonnabend, den 17. Juni 2017 (Spiel 5 – bei Bedarf)
16:00 Wasserfreunde Spandau 04 – Waspo 98 Hannover (Schöneberger Schwimmsporthalle – Homolka/Arntzen)

Mit Dank an Wolfgang Philipps (Text) und Jens Witte (Foto)

 

 


 
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