< Europas Beste 2019 und 2021 zu Gast
22.03.17 23:17 Alter: 124 Tage
Kategorie: Wasserball
Von: Frank von der Fösse

Waspo 98 hängt durch

9:13-Pleite bei Partzian Belgrad


Eiin Brguljan reicht nicht... Foto: Jens Witte

Was für ein Einbruch:  Der deutsche Vertreter Waspo 98 Hannover​ unterlag am achten Spieltag der Champions League nach schwacher Vorstellung mit 9:13 (2:6, 2:3, 3:3, 1:1) bei Serbiens Rekordmeister Partizan Belgrad und rutschte auf den letzten Platz in der Hauptrundengruppe B ab. Die Tore der in der Gruppenphase weiter bei drei Unentschieden in jetzt acht Partien verharrenden Niedersachsen teilten sich an einem gänzlich misslungenen Abend diesmal Darko Brguljan (5), Jorn Winkelhorst (2), Erik Bukowski und Luka Sekulic.

Der Auftritt im Lande des amtierenden Olympiasiegers stand von Beginn an unter einem schlechten Stern: Die Mannschaft von Trainer Karsten Seehafer musste die Reise ohne die Stammkräfte Ante Corusic und Marin Ban antreten. Beim mittlerweile 15. Europapokalauftritt der Saison fiel Waspo 98 dann bereits im Auftaktviertel bereits auf 1:6 (8.) zurück und kam auch im weiteren Spielverlauf nie näher als auf 7:10 (24.) heran. DWL-Torschützenkönig Aleksandar Radovic blieb an diesem Abend sogar komplett ohne eigenen Treffer und muss zu Beginn des vierten Viertels nach Persönlichen Fehlern die Partie sogar vorzeitig beenden.

International spitze war an diesem Abend einzig die Kurzanalyse Karsten Seehafers nach dem Spielende, diese tradtionell per Facebook: „Oh Mann..., in jedem Trainingsspiel in dieser Saison waren wir besser. Ich habe uns lange nicht so gesehen. Verschlafen das erste Viertel, wir spielen Überzahl schlecht und bekommen sogar noch Gegentore. Es ist nicht, dass wir es nicht können, heute hatten wir alle ein Kopfproblem. Wir müssen aufpassen, nicht dass bei Anderen die Saison beginnt und unsere schon zu Ende ist. Also fangen wir an…“

Fehlende mentale und körperliche Frische war angesichts einer bereits jetzt mehr als anstrengenden Saison, die in der Vereinsgeschichte der Niedersachsen in dieser Form (auch sämtlichen weiteren deutschen Vereinen jenseits von Wasserfreunde Spandau 04) in diesem Umfang beispiellos ist, bereits am vergangenen Wochenende beim DWL-Heimspiel ein Gesprächsthema am Beckenrand gewesen.  Die Pleite von Belgrad dürfte die Thematik weiter nähren, und am kommenden Sonnabend gastiert kein Geringerer als der amtierende deutsche Vizemeister ASC Duisburg zu einem nationalen Spitzenspiel im Stadionbad. 

 

Champions League 2016/2017

Gruppe B, 8. Spieltag in Belgrad (Hannover)

Partizan Belgrad (SRB) – Waspo 98 Hannover (GER) 13:9 (6:2, 3:2, 3:3, 1:1)

Hannover: Roger Kong – Mate Balatoni, Erik Bukowski 1, Alexander Herrmann Darko Brguljan 5, Aleksandar Radovic, Predrag Jokic, Jorn Winkelhorst 2, Luka Sekulic 1, Pere Estrany, Marek Tkac, Lukas Taplik und Luka Sukic. Trainer: Karsten Seehafer

Persönliche Fehler: 11/5

 

Mit Dank an Wolfgang Philipps (Deutsche Wasserball-Liga)


 
© Wassersportfreunde 2012