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03.02.17 23:34 Alter: 261 Tage
Kategorie: Wasserball

Wiedersehen an der Wedau

ASCD und Waspo 98 erneut im Duell


Der ASC Duisburg (Nils Illinger/l.) und Waspo 98 Hannover (Darko Brguljan) stehen sich in der Liga erneut gegenüber. Foto: Jens Witte

Nach dem Pokalfinale ist vor dem Spitzenspiel: Nach der dramatischen Pokalschlacht auf der Endrunde in Düsseldorf treffen der Tabellendritte ASC Duisburg (derzeit 10:2 Punkte) und Spitzenreiter Waspo 98 Hannover (12:0) am heutigen Sonnabend in der Deutschen Wasserball-Liga (DWL) am letzten Hinrundenspieltag der Gruppe A erneut aufeinander (16 Uhr, Schwimmstadion). Die Niedersachsen wäre im Falle eines Sieges ungeschlagener Hinrundensieger (bzw. beim Fußball „Herbstmeister“), Duisburg kann dagegen für gleich drei punktgleiche Teams nach der Hinserie sorgen und damit den Dreikampf der drei designierten Topteams auf die Spitze treiben.

Von „Wachablösung“ wird in Hannover trotz des jüngsten Doppelschlages von Düsseldorf nicht gesprochen: Zu frisch sind an der Fösse noch die Erinnerungen an die Niederlagen gegen den ASCD im letztjährigen Halbfinalduelle der Meisterschaft, zu eng das jüngste Pokalduell beider Teams im Düsseldorfer Rheinbad. „Duisburg bleibt unser Angstgegner“, zollte Waspo98-Trainer Karsten Seehafer dem Auftritt des Vorjahresfinalisten Tribut, allerdings haben die Niedersachsen mit dem Erfolg von Düsseldorf ihre lange Durststrecke von 14 titellosen Jahren jetzt aber hinter sich gelassen und diese gewichtige psychologische Schwelle erstmals überwinden können.

Düsseldorf war zumindest auch ein kleines Lebenszeichen für den kriselnden deutschen Wasserball: Ein überwiegend mit deutschen (National-)Spielern besetztes Team konnte einen der zwölf Teilnehmer an der Hauptrunde der Champions League bis zur letzten Sekunde fordern, auch wenn es am Ende nicht gereicht. Duisburg konnte die schwachen Auftritte im Europapokal und dem ersten Spitzenspiel gegen Meister Wasserfreunde Spandau 04 korrigieren, und vielleicht war die Begegnung im Rheinbad trotz der Niederlage die Initialzündung, der das Team für den weiteren Saisonverlauf benötigt.

Entscheidend ist neben dem weiterhin drohenden Krankheitsstand (der auch vor dem deutschen Spithensport keinen Halt macht) möglicherweise auch die Frage, wer sich beim zweiten Aufeinandertreffen in derart kurzer Zeit noch besser motivieren kann: Während Duisburg zweiten Mal binnen sieben Tagen national voll gefordert ist (was außerhalb der Play-offs eher selten ist), ist es für die Niedersachsen aktuell nur ein weiterer Auftritt in einer ganzen Reihe von Spitzenspielen: So geht es für die Seehafer-Sieben am 8. und 18. Februar gleich zweimal gegen den amtierenden Champions League-Gewinner Jug Dubrovnik (Kroatien), wobei bereits am Dienstag der Abflug zu der Auswärtspartie beider Duelle erfolgen wird.

 

Deutsche Wasserball-Liga 2016/2017

Ansetzungen Wochenende (7. Spieltag u. a.)  

Sonnabend, den 4. Februar 2017
14:00 SV Bayer Uerdingen – Wasserfreunde Spandau 04 (Aquadome)

16:00 ASC Duisburg – Waspo 98 Hannover (Schwimmstadion)
16:00 SG Neukölln – SSV Esslingen (Schönberger Schwimmsporthalle)
16:00 SV Poseidon Hamburg – Duisburger SV 98 (Schwimmhalle Inselpark)
18:00 SC Neustadt – SC Wedding (Stadionbad)
18:30 SV Cannstatt – SV Krefeld 72 (Inselbad Untertürkheim)

Sonntag, den 5. Dezember 2017
14:00 SV Würzburg 05 – SC Wedding (Wolfgang-Adami-Bad)

 

Tabellenstände

Gruppe A
1. Waspo 98 Hannover 101:44 12:0
2. Wasserfreunde Spandau 04 89:42 10:2
3. ASC Duisburg 71:43 10:2
4. SG Neukölln 55:74 6:6
5. OSC Potsdam 63:88 4:10
6. SSV Esslingen 33:63 3:7
7. White Sharks Hannover 58:84 3:11
8. SV Bayer 08 Uerdingen 30:71 0:10

Platz 1 bis 4 direkt im Viertelfinale der Play-offs, Platz 5 bis 8 gegen Platz 1 bis 4 der B-Gruppe in den Ausscheidungsspielen um die Play-off-Plätze 5 bis 8

Gruppe B
1. SVV Plauen 109:60 15:1

2. SC Wedding 40:28 9:1
3. Duisburger SV 98 68:51 8:4
4. SV Krefeld 72 84:95 8:10
5. SV Poseidon Hamburg (N) 59:50 6:6
6. SC Neustadt 45:50 4:6
7. SV Cannstatt 44:69 2:10
8. SV Würzburg 05 (N) 52:99 0:14

Platz 1 bis 4  gegen Platz 5 bis 8 der A-Gruppe in den Ausscheidungsspielen um die Play-off-Plätze 5 bis 8

 

Top 10 Torschützenliste (gruppenübergreifend)

1. Aleksandar Radovic (Waspo 98 Hannover) 33
2. Deni Cerniar (SV Cannstatt) 23
3. Dusan Dragic (SV Krefeld 72) 22
4. Peter Karteszi (SVV Plauen) 21
4. Istvan Keresztes (SV Krefeld 72) 21
6. Vincent Hebisch (White Sharks Hannover) 18
6. Tamas Korpasci (SVV Plauen) 18
8. Matthias Held (SC Neustadt) 17
9. Alexander Fritzsch (SVV Plauen) 16
9. Julian Real (ASC Duisburg) 15
9. Soltesz Alper (SVV Plauen) 15
9. Hugo Velazquez  (SV Würzburg 05) 15

 

Mit Dank an Wolfgang Philipps (Deutsche Wasserball-Liga)

 

 

 


 
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