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18.10.16 15:28 Alter: 190 Tage
Kategorie: Wasserball
Von: Frank von der Fösse

„Kein Wasser“: Waspo 98 auf Bädersuche

Sanierungsarbeiten am Stadionbad verzögern sich


Waspo 98 kann am 26. November nicht im Stadionbad auflaufen. Foto: Wolfgang Heuer

Verzögerungen bei Bau- und Sanierungsmaßnahmen werden Hannover und Niedersachsen ein großes Wasserballevent kosten: Nach gelungener sportlicher Qualifikation wird dem deutschen Vertreter Waspo 98 Hannover für das bereits am 26. Oktober anstehende Hin- und Heimspiel in der dritten Runde der Champions League gegen Rumäniens Serienmeister CSM Oradea das heimische Stadionbad definitiv nicht zur Verfügung stehen, wie die Niedersachsen auf Anfrage bestätigten. In der nur zu Trainingszwecken genutzten 50-Meter-Schwimmhalle des nahgelegenen Sportleistungszentrums würde zudem der Platz am Beckenrand nicht mal ansatzweise ausreichen.

Nach Bekanntwerden der Auslosung liefen bereits am Flugplatz in Dubrovnik (Kroatien) bei der Abreise der Niedersachsen vom Zweitrundenturnier in Herceg Novi (Montenegro) die Telefone heiß: „Wir haben definitiv kein Wasser“, musste Waspo98-Präsident Bernd Seidensticker feststellen. Zwar wird bei Niedersachens größter Schwimmsportarena nur der Außen- und Eingangsbereich saniert, doch auch eine improvisierte Lösung mit einem anderen Badeingang ist in der Kürze der Zeit nicht mehr möglich. Der Europäische Schwimmverband LEN hätte dem Vernehmen nach keine Einwände gegen einen Tausch der Partien mit einem hannoverschen Heimvorteil in dem am 9. November anstehenden Rückkampf, allerdings haben sich die Rumänen auf das Waspo98-Ansinnen nicht eingelassen.

Die Entscheidung über den Austragungsort des Heimspiels soll jetzt am Mittwochvormittag fallen. Waspo98-Manager Bernd Eckert hat sich auf der Suche nach einer Spielstätte am heutigen Dienstag bei Telefonaten die Finger regelrecht wund gewählt. Als Kandidaten sind insbesondere Bremen, Hamburg und Magdeburg im Gespräch, allerdings ist die Kürze der Zeit ein gravierendes Problem. Die räumliche Nähe spielt bei der Entscheidungsfindung dagegen nur eine untergeordnete Rolle. „Wir brauchen Wasser“, unterstreicht Eckert den Termindruck des internationalen Kalenders.

Mit Dank an Wolfgang Philipps (Deutsche Wasserball-Liga)


 
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