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16.10.16 07:47 Alter: 1 Jahre
Kategorie: Wasserball
Von: Frank von der Fösse

Fernsehbilder, Steigerungsraten und Regenfälle…

Wasserspritzer aus Igalo


Bernd Seidensticker konnte mit dem Waspo98-Gastspiel in Herceg Novi zufrieden sein.

Der ASC Duisburg konnte im Duell Waspo 98 Hannover trotz der gestrigen 5:8-Niederlage im Schwimmbecken doch noch einen Sieg erringen: Die Westdeutschen konnten noch am Sonntagabend in voller Besetzung abreisen und schnappten den Niedersachsen pikanterweise auch noch den Eurowings-Flug der Saison von Dubrovnik (Kroatien) nach Hannover nahezu komplett weg. Die Gross des Waspo98-Aufgebots reist erst am Montag von Dubrovnik aus über Zagreb nach Frankfurt und unternimmt den Rest der Reise dann auf der Schiene per ICE. Die Niedersachsen versüßten sich den Abend und den Turniersieg mit einem gediegenen Essen in einem Lokal am Strand von Herceg Novi.

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In Montenegro mögen heute richtungsweisende Parlamentswahlen sein, doch ganz ohne Wasserball auf dem Bildschirm geht es bei allem Medieninteresse für die hohe Politik dennoch nicht: Montenegros nationaler Fernsehsender RTCG brachte einige Ausschnitte der Partie zwischen dem heimischen Meister Jadran Herceg Novi und Waspo 98 Hannover. Gefragte Interviewpartner des Senders waren mit Aleksandar Radovic und Darko Brguljan dabei auch Schlüsselakteure der Gäste aus Deutschland. Beide gehören als Nationalspieler allerdings auch zu den absoluten Sportgrößen des Landes ihres Heimatlandes Montenegro.

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Überhaupt hieß es heute in der Abschlusspartie der Gruppe G Montenegro gegen Montenegro: Gleich 17 der 26 eingesetzten Akteure haben das Wasserballspielen an der malerischen Bucht von Kotor erlernt, wo sich die drei Profiklubs des kleinen Landes konzentrieren. Der Gastgeber setzte in seinem 13er-Aufgebot komplett auf einheimische Kräfte, bei den Gästen aus Niedersachsen stammen mit Predrag Jokic, Alekandar Radovic sowie den beiden Neugängen Darko Brguljan und Luka Sekulic gleich vier Aktive aus der früheren jugoslawischen Teilrepublik, die erst 2006 ihre nationale Eigenständigkeit erlangt hat.

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„Jede Saison ein Stück besser“, lautet eine Devise von Waspo98-Präsident Bernd Seidensticker, und zumindest international erfüllt das Team von der Fösse diese Vorgabe bisher punktgenau: Nach dem sieglosen Ausscheiden 2013 bei dem damaligen Zweitrundenturnier in Rijeka (Kroatien), Platz drei 2014 in Hannover (damals noch Umzug in den sportlich nachgeordneten Euro Cup), Rang zwei 2015 ebenfalls in Hannover gab es jetzt erstmals den Turniersieg in der sportlich schwierigen zweiten Runde. Damit geht die Mannschaft von Trainer Karsten Seehafer erstmals als Gruppensieger in die am 26. Oktober startenden Drittrundenduelle gegen einen Gruppenzweiten der drei Parallelturniere in Eger (Ungarn), Brescia (Italien) und Rijkea (Kroatien).

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Bei den abschließenden Duellen um das Weiterkommen in der Champions League blieb kein Auge trocken: Sturm und sinnflutartige Regenfälle sorgten am Abschlusstag des Zweitrundenturniers von Herceg Novi überschwemmten kurzeitig ganze Straßenzüge. Bei der Partie des ASC Duisburg gegen Griechenlands Vizemeister Vouliagmeni NC regnete es in der in die Jahre gekommenen und teilweise maroden Schwimmhalle des Dr.-Simo-Milošević-Institutes zeitweilig auf die Presseplätze durch, allerdings kam im Laufe des Waspo98-Auftritts gegen den Gastgeber dann wieder die Sonne durch, die im weiteren Tagesverlauf den einen oder anderen sogar zum Wechsel auf kurze Hosen verlockte.

 

 

 


 
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